Am 30. September 2026 wurde in der Aula der OS Fallmerayer die Architektur-Ausstellung „Bauen auf Gebautem“ im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung eröffnet. Im Mittelpunkt stehen die Wettbewerbsprojekte zur geplanten Erweiterung und Neugestaltung unserer Schule.

Die 1975 nach den Plänen des renommierten Brixner Architekten Othmar Barth errichtete OS Fallmerayer wird voraussichtlich 2028 um sechs Klassen erweitert und beendet somit die seit 2009 geführten Bemühungen der Schulgemeinschaft, die prekäre räumliche Situation der Oberschulen Fallmerayer zu lösen.

Grundlage dafür ist ein EU-weit ausgeschriebener, zweistufiger Planungswettbewerb, aus dem inzwischen das Siegerprojekt hervorgegangen ist. Den Wettbewerb konnte ein junges Architektenteam aus Rom für sich entscheiden: Andrea Arcese, Lorenzo de Pascale, Leonardo Botti und Loris Luigi Perillo.

Zur Eröffnung konnten zahlreiche Ehrengäste begrüßt werden. Unter ihnen befanden sich Landesrat Christian Bianchi, zuständig für Hochbau, Valorisierung des Vermögens, Grundbuch und Kataster, die Wettbewerbskoordinatorin Architektin Gertrud Kofler, der geschäftsführende Abteilungsdirektor des Amtes für Hochbau Dr. Andrea Sega sowie die Brixner Gemeinderätin Bettina Kerer. Ebenfalls anwesend waren die Direktorinnen und Direktoren der benachbarten Schulen Manfred Piok und Martin Rederlechner sowie Vertreter der schulischen Gremien.

Durch die Veranstaltung führten Direktorin Renate Klapfer und Architektin Gertrud Kofler. Für eine festliche musikalische Umrahmung sorgte das Fallmerayer Schulorchester.

Nach den Grußworten des Landesrates, der Gemeinderätin und des geschäftsführenden Abteilungsdirektors gab Gertrud Kofler einen Einblick in den Ablauf und die einzelnen Phasen des Wettbewerbs. Anschließend stellte sie die zehn ausgewählten Projekte vor und verlas die Beurteilung der Jury zum Siegerentwurf.

Andrea Arcese, der das römische Architektenteam bei der Eröffnung vertrat, erläuterte daraufhin die grundlegenden Überlegungen und die konzeptionellen Gedanken hinter dem Entwurf. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war das architektonische Vermächtnis Othmar Barths. Um dessen besondere Formensprache und Haltung zur Architektur noch besser zu verstehen, setzte sich das Team intensiv mit weiteren Bauten des Brixner Architekten auseinander. Dabei kristallisierten sich für die Architekten drei wesentliche Gestaltungselemente heraus: Leere, Ausdehnung und Licht.

Darüber hinaus ließ das Siegerteam die besondere geografische Lage Brixens in seine Überlegungen einfließen. Die Stadt, eingebettet zwischen Berg und Tal, wurde zu einem weiteren wichtigen Bezugspunkt für die Entwicklung des Entwurfs. Ziel war es, die charakteristischen Merkmale der bestehenden Barth-Architektur nicht zu überdecken, sondern sie durch die Erweiterung neu zur Geltung zu bringen und respektvoll weiterzudenken.

Auf diese Weise entsteht ein Entwurf, der Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet: Die architektonische Identität des bestehenden Schulgebäudes bleibt erhalten und wird zugleich um eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Lebbarkeit erweitert. Dem jungen Architektenteam ist es dabei auf eindrucksvolle Weise gelungen, die wesentlichen Qualitäten von Barths Architektur aufzugreifen und in einen neuen räumlichen Zusammenhang zu stellen.

Zum Abschluss der feierlichen Eröffnung bedankte sich Direktorin Renate Klapfer bei allen Mitwirkenden und Gästen für ihr Kommen und ihre Unterstützung. Bei einem kleinen Umtrunk im Musikraum klang die Veranstaltung in angenehmer Atmosphäre aus.



Die Ausstellung ist noch bis 16. Oktober geöffnet

Wer einen Blick auf die verschiedenen Ideen und Lösungsansätze werfen möchte, hat dazu noch Gelegenheit: Die zehn ausgewählten Wettbewerbsprojekte sind bis 16. Oktober 2026 in den OS Fallmerayer einsehbar. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag, von 13:00–17:00 Uhr geöffnet.


Veröffentlicht: 07.10.2026

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