Campionato Italiano di Fisica - Nationale Physikolympiade in Senigallia
Vom 15. bis 18. April fand in Senigallia die nationale Runde der italienischen Physikolympiade statt. Rund 100 der besten Schülerinnen und Schüler aus ganz Italien, die sich zuvor in den provinzialen Auswahlrunden durchgesetzt hatten, kamen zusammen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch unsere Schule war vertreten: Ilia Pigneter aus der Klasse 4AR qualifizierte sich erfolgreich für diesen prestigeträchtigen Wettbewerb.
Der Wettbewerb gliederte sich in zwei anspruchsvolle Teile. Am ersten Tag stand die praktische Arbeit im Mittelpunkt: In einem vierstündigen Experiment führten die Teilnehmenden Messungen durch, werteten diese aus und dokumentierten ihre Ergebnisse präzise. Am zweiten Tag folgte der theoretische Teil, bei dem innerhalb von vier Stunden drei komplexe Aufgaben zu lösen waren. Das Niveau war insgesamt sehr hoch und verlangte sowohl fundiertes physikalisches Verständnis als auch ausgeprägte mathematische Fähigkeiten.
Die zehn bestplatzierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifizieren sich für eine weitere Auswahlrunde, aus der schließlich die fünf Besten hervorgehen. Diese vertreten Italien bei der Internationalen Physikolympiade, die in diesem Jahr in Kolumbien stattfindet.
Einblicke von Ilia Pigneter
Im Anschluss an den Wettbewerb berichtete Ilia von seinen Eindrücken:
„Der Wettbewerb war insgesamt sehr gut organisiert. Wir waren in zwei Hotels direkt am Strand untergebracht, sodass wir in der Freizeit das sommerliche Wetter genießen konnten. Auch der ständige Kontakt mit den anderen Teilnehmern war eine tolle Erfahrung. Ich konnte sie besser kennenlernen und einige Klischees, die ich vorher hatte, wurden gebrochen.“
Wie hast du den Schwierigkeitsgrad der praktischen und theoretischen Aufgaben erlebt, und welche Herausforderungen sind dir dabei besonders aufgefallen?
„Für mich war besonders der experimentelle Teil überraschend schwierig, weil ich so etwas zuvor noch nie probiert hatte. Mich hat beeindruckt, dass man mit einfachen Materialien wie Fäden, Gewichten und Stoppuhr einen Versuch durchführen kann, bei dem komplexe physikalische Phänomene mit hoher Genauigkeit untersucht werden, wenn man es richtig macht. Bei den theoretischen Aufgaben ist mir aufgefallen, dass es auf diesem Niveau auch fortgeschrittene Mathematik und speziellere Lösungswege braucht, um Problemstellungen vollständig zu lösen und Top Plätze zu erreichen, während bei den vorherigen Runden, vor allem bei der schulinternen Runde, das physikalische Wissen wichtiger war.“
Inwiefern hat die Teilnahme deine Sicht auf die Physik oder deine Herangehensweise an komplexe Problemstellungen beeinflusst?
„Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Olympiadeaufgaben oft kreative Lösungswege und das Verknüpfen von mehreren Dingen nötig ist, um die Probleme zu lösen. Es reicht also nicht bloß Formeln auswendig zulernen. Das macht die Aufgaben für mich spannend, weil man sich richtig alles durchdenken muss, um dann den Kern zu erkennen und das Problem mathematisch beschreiben und lösen zu können.“
Würdest du erneut an der Physikolympiade teilnehmen – und was würde dich besonders daran reizen, noch einmal anzutreten?
„Ja, nächstes Jahr werde ich versuchen, mich erneut für die nationale Runde zu qualifizieren. Heuer habe ich gesehen, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann, und nächstes Jahr in der Fünften möchte ich herausfinden, wie weit ich kommen kann, wenn ich besser vorbereitet bin.“
Wir gratulieren Ilia herzlich zu seiner erfolgreichen Teilnahme und sind stolz, dass er unsere Schule auf nationaler Ebene vertreten hat.






Veröffentlicht: 30.04.2026
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